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Unser Teich ist zugleich mit dem Gasthaus entstanden. Bis vor ca. 60 Jahren war der Familienbetrieb eine kleine Landwirtschaft. Bei meinem Vater, Franz Schweighofer, nebenbei auch ein lustiger Musikant, trafen sich oftmals Holzknechte, Jäger und Bauern auf Most und Jause. |
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Links im Bild Vater und Mama, Franz und Johanna Schweighofer. Nach etlichen Anzeigen wegen unberechtigem Ausschenken beschlossen meine Eltern, ein offizielles Wirtshaus zu betreiben. Das Erlangen einer Gewerbeberechtigung war aber eher aussichtslos, denn in unserer kleinen Bauerngemeinde gab es bereits zwei Wirtshäuser, eines davon sogar in unmittelbarer Nachbarschaft. |
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Es bedurfte daher einer besonderen und aussergewöhnlichen Attraktion. Ich kann mich noch sehr gut an die vielen Männer in Gummistiefeln erinnern, die mit Krampen und Schaufeln tagelang unsere vormals „saure Wiesn“ bearbeiteten und daraus ein Teich entstand. Das war auch der Anfang des „Gasthauses zum Schlossteich“ („zum Krotnteich“ wär net besonders werbewirksam gewesen!). Vater baute aus, Gastzimmer, Extrazimmer, Fremdenzimmer (damals stand an der Fassade ganz stolz „Zimmer mit warmem und kaltem Fließwasser“) und vieles mehr. Es gab wunderschöne Teichfeste, wobei die Ruderboote mit Girlanden und Lampions geschmückt waren und rund um den Teich und auf der Insel bunt bemalte Glühbirnen für besondere Romantik sorgten |
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Als er 1977, weit und breit bekannt als „Krotnwirt“, mit 65 Jahren starb, übernahm Hannerl, die älteste der drei Töchter, das Wirtshaus und machte es zu dem, das es heute ist.
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Sie richtete neu mit Zirbenholz ein, erweiterte den Küchenbereich um einen Kühl- und Tiefkühlraum und errichtete aus den ehemaligen Hütten und Scheunen den heutigen „Teichstadel“. Für sie als „Wirtin mit Leib und Seele“ und ihren „Koatschi“ war der Betrieb der Lebensinhalt bis zu ihrem viel zu frühen Tod 1999. Es lag ihr zutiefst am Herzen, dass das von ihr so geliebte Wirtshaus weiter besteht. |
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Sie fand noch in ihren letzten Lebensmonaten die beste Lösung des Problems: Als jüngste Schwester, aufgewachsen im elterlichen Betrieb, mit einem Ehemann, der gelernter Koch ist und zwei Töchtern, die, wenn sie erwachsen sind, das Wirtshaus weiterführen werden, übernahm ich 1999 das gut eingeführte „Gasthaus zum Schlossteich“.
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In ein paar Monaten wird mich unsere Tochter Roswitha ablösen. Sie arbeitet schon seit einigen Jahren sehr engagiert und auch erfolgreich mit, ist jung und energiegeladen und bringt somit alle Voraussetzungen dafür mit, dass wir auch weiterhin für Sie einen Besuch wert sind. Unsere „kleine“ Tochter Anna Maria hat heuer erfolgreich an der Tourismusschule am Semmering maturiert, will studieren und muss vor allem noch „die Welt sehen“. Rosis Töchterchen Anja, das jüngste Familienmitglied, ist 7 Jahre alt und kann schon selbständig den Teig für über 30 Semmelknödel zubereiten!
Wir sind ein kleiner, aber feiner Familienbetrieb, bemühen uns alle sehr um alle unsere Gäste, um die Wanderer, die Radfahrer und Kletterer, die Stammgäste aus nah und fern und vor allem um die Kinder.
Eure Burgi
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